, Jetzer Mathias

Konkordatsbericht 2019

Die wichtigsten Punkte

Der Konkordatsbericht des Jahres 2019 ist schon einige Tage auf unserer Homepage ersichtlich. Zwischenzeitlich haben sich die Links auf den kantonalen Webseiten für die Jahre 2018 und 2017 geändert. Nun konnte ich die in's Leere laufenden Verknüpfungen aber wieder neu erstellen. Bei dieser Gelegenheit habe ich auch gleich noch die Konkordatsbereichte von 3 weiteren Vorjahren gefunden. Ich hoffe, dass jetzt alles schön so bleibt und nicht wieder externe Änderungen eine Neuverlinkung erfordern.

Kommen wir also zu den Kernaussagen des aktuellen Konkordatsberichtes. Positiv sticht heraus, dass seit 2005 insgesamt nicht mehr soviele Barsche im Zürich- und Obersee gefangen werden konnten. Erstaunlicherweise fällt bei näherer Betrachtung hingegen auf, dass diese eher den Berufsfischern in die Netze schwammen als den Sportfischern an den Haken gingen. Besonders im Obersee ist dieser Trend zu beobachten. Dafür kann es verschiedene Gründe geben, wobei diese mit aktuellen Wissensstand eher spekulativer Natur sind. So könnte der Schluss nahe liegen, dass die Bootsfischer grösseren Gefallen an der Felchenfischerei als an den Barschen gefunden haben. Eine andere Spekulation wäre, dass sich das Fressverhalten der Fische verändert hat. Dafür gibt es aber noch keine wissenschaftliche Grundlage. Reichhaltige Futtergründe in Form von Jungfischen könnten da eine Rolle spielen. Die Durchwälzung der Wasserschichten, welche durch die grösseren Stürme der letzten Jahre herbeigeführt wurden, haben nachweislich mehr Nahrung hervorgebracht, was zunächst den kleinen Fischen zugute kommt, welche dann handkehrum von den Barschen bevorzugt werden. Eine weitere Möglichkeit wäre, dass die Berufsfischer vermehrt auch die Netze auf Barsche legen. Zuletzt bleiben noch die beiden Thesen, dass wir entweder alle keine Ahnung mehr von der Angelei haben oder die Fische klüger geworden sind. Tatsache ist, grosse Barsche sind durchaus vorhanden, nur haben die irgendwie wenig Lust zu beissen.

Betrachtet man die Fangzahlen des Obersees alleine, so fällt auf, dass entweder das Jahr 2018 ein extrem gutes war, oder dass da bei der Statistikerhebung einige Fehler gemacht wurden. So gibt es bei Felchen und den Barschen grosse Ausreisser nach oben, während die Hechte einen doch grösseren Einbruch zu verzeichnen hatten. Diese Ausreisser haben sich aber im 2019 wieder normalisiert. Für eine Zwischenbilanz bezüglich dem Wegfall der Schonzeit und Fangmasses für den Hecht ist es wohl noch zu früh. Eine negative Tendenz ist zum momentanen Zeitpunkt nicht ersichtlich. Die Zunahme an Zanderfängen im letzten Jahr sticht allerdings etwas in's Auge. Abschliessend kann aber gesagt werden, dass das Jahr 2019 sicherlich kein schlechtes Jahr war. 

 

Fangstatistik für den Obersee der letzten Jahre in Kilogramm:

  Forellen Saiblinge Felchen Hecht Egli Zander Trüschen Schwalen Total
2019 126 12 4082 1717 410 13 3 31 6452
2018 154 13 6901 1095 2165 1 15 12 10466
2017 126 7 3941 1551 587 2 4 14 6268
2016 155 27 3285 1804 480 0 5 12 5795
2015 138 9 4699 1757 435 0 3 7 7105