4 Tage Fischen in Frankreich
Tag 1: Am 29.5.25 morgens um 9 Uhr starteten wir voller Vorfreude mit Sack und Pack vom Mühlebach los in Richtung Frankreich zum Karpfenfischen. Mit 16 Jungfischern und fünf Begleitern ging es nach Esboz Brest an den zirka 8 Hektar grossen Carpsjön. Nach dreistündiger Fahrt kamen wir gut am See an. Bei der Ankunft gab es auch mal gleich Mittagessen. Anschliessend nach einer Instruktion durch den Besitzer Dominik ging es zum Liegenaufstellen und die Ruten aufbauen. An die Haken kamen Köder wie Boilies und Tigernüsse, die teilweise mit Geschmack frisiert wurden. Nach dem Auslegen der Ruten kam der gemütlichere Teil. Mit Getränken schön im Schatten wurde diskutiert und auf Katzenwelse gefischt. Der Katzenwels ist eine invasive Art in dem See und kommt in riesigen Stückzahlen vor. Fangen kann man ihn gut mit Fleischmaden. Wie die Erfahrung aus vergangenen Jahren zeigte, können wir in der ersten Nacht nicht mit vielen Karpfen rechnen, da wir sie zuerst an das eingebrachte Futter gewöhnen müssen. Nichts desto trotz konnten wir zum Nachtessen doch noch den einen oder anderen Karpfen landen.
Tag 2: Als ich gegen 6 Uhr aufstand, waren ein paar der Jungs bereits wieder beim Fischen. Gebissen hat leider nichts mehr in der Nacht. Nach einem reichhaltigen Frühstück - Biss! Die ersten Karpfen sind anscheinend ebenfalls beim Frühstück. So konnten wir bei herrlicher Morgenstimmung wunderschöne Spiegel- und Schuppenkarpfen bestaunen. Der Rest vom Tag verbrachten wir wieder im Schatten mit kühlen Getränken, ein wenig Siesta und Diskussionen. Nach dem Abendessen gab es dann auch wieder ein paar schöne Karpfen. Auch die drei Jungs, die auf dem Floss am anderen Ende des Sees fischten, konnten schöne Karpfen fangen. Sogar etwas die Grösseren da bei ihnen mehr Ruhe herrschte. Zur Info: Karpfen nehmen Lärm wie Geschrei und lautes Stampfen sehr gut durch ihre Seitenlinien wahr. Eins der grösseren Highlights geschah ebenfalls bereits am zweiten Tag und das war der Adria-Stör von Mauro. Ein wunderschöner Fisch mit gut 1.2 Metern. Petri Heil. Beim Foto-Termin im Wasser gab es einige lustige Situationen, wie zum Beispiel die Schlange, die ihnen beim Foto machen zuschaute.
Tag 3: Wie bereits die Tage zuvor morgens früh aufstehen, man wünscht sich einen guten Morgen, wurde fleissig auf Katzenwelse gefischt. Denn wir machten einen Katzenwels-Cup. Es gab vier Gruppen und wer am letzten Tag die meisten Kilos erwischte, bekam einen Preis. Nach dem Frühstück konnten wir auch wieder die nächsten Karpfen zum Anbiss verleiten. Übrigens auch in der Nacht wurde hier und da ein Fisch gefangen. Die meisten aber kamen morgens bis 10 Uhr und abends ab 20 Uhr. Den Tag verbrachten wir wieder im Schatten mit Relaxen oder mit Tischtennis und Karten spielen. Zudem war auch reichlich Zeit da, um mit neuen Ködern und Dips zu improvisieren.Tigernüsse funktionierten auf jeden Fall am besten. Denn die Boilies wurden gerne von den Katzenwelsen angeknabbert. Als Geschmack ging gut süss oder auch würzig. Michi konnte es sich nicht nehmen lassen und eine Welsrute mit Köderfisch an eine Insel abzuspannen. So geschah es dann auch und die Reisleine wurde gesprengt. Der Fisch verwickelte sich dann leider um einen Pfosten und so begaben wir uns mit drei Booten zum Platz, um den Fisch frei zu bekommen. Durch die extreme Reibung und den Druck, die auf die Montage lasteten, sprengte es leider den Karabiner mit 60 Kilogramm Tragkraft und so verloren wir den Wels. Sehr schade. Wäre bestimmt ein grosses Highlight gewesen. Denn es sollen mehrere Welse jenseits der 2 Meter Länge im See schwimmen.
Tag 4: Leider waren wir bereits wieder an unserem letzten Tag angekommen. Aber auch da konnten wir noch den einen oder anderen schönen Karpfen überlisten. Nach dem Frühstück ging es dann auch ans Zusammenpacken und alles wieder in die Autos verladen. Auch unser Leihgerät wurde zusammengepackt und an Dominik übergeben. Bis auf zwei kaputte Rollen und einen zerbrochenen Feumer sehr erfreulich. Nach dem Güseln auf dem Gelände gab es dann auch noch Mittagessen und die Rangverkündigung. Das Team Carigiet konnte mit Abstand die meisten Katzenwelse fangen. Gratulation! Bei der Pokalvergabe wurde nicht der grösste und schwerste Fisch gekürt. Wir haben uns alles angeschaut. Wie wurde er gefangen? Passierte etwas Aussergewöhnliches? Wir haben uns für Mauro entschieden. Da es sehr lustige Situationen während des Fototermins gab und er auch den einzigen Adria-Stör fing, der im See schwamm. Aber auch andere Jungs konnten schön gezeichnete Karpfen fangen. An dieser Stelle an alle nochmals dickes Petri Heil. Nach dem Bedanken und Verabschieden von Dominik und Nicole sowie den Eltern begaben wir uns wieder auf den Nachhauseweg. Gegen 17 Uhr waren wir dann auch sehr müde, aber zufrieden nach Hause gekommen. Wir kommen sehr gerne wieder.
Fazit: Vier entspannte Tage mit viel Lachen und neuen Erfahrungen. Wir konnten 40 Karpfen und gut 50 Kilogramm Katzenwelse fangen. So wie den einen Stör. Hiermit bedanke ich mich herzlich bei meiner Frau, Michi, Benj und Andreas fürs Mitkommen als Begleitung. Ein Kompliment an die Jungs für ihr super Benehmen und auch Aufräumen. Es macht jedes Mal wieder Spass mit euch. Ich hoffe sehr, dass wir das im Jahr 2026 am Carpsjön wiederholen können. Unsere vier Youtuber haben bereits zwei Folgen online gestellt. Eine dritte soll noch folgen. Schaut doch mal bei ihnen auf dem Youtube-Kanal "F1shing_swiss_em" vorbei.
Grüsse
Fabian Muff