, Jetzer Mathias

Felchenfischen Ausgabe 2023

Viel Wind, wenige Felchen, gutes Essen.

Die Wetterapps durften die letzten Tage vor und am 25. März des öfteren konsultiert worden sein, so änderte sich die Vorhersage doch von Tag zu Tag und liess eine eindeutige Prognose kaum zu. Dass aufgrund angekündigtem Regen und stärkeren Winden nicht jeder Fischer früh morgens frisch-fröhlich aus dem Bett gesprungen sein dürfte, ist wohl ein offenes Geheimnis. Gross hingegen war die Vorfreude aber bei den Jungfischern. Ihnen schien das Wetter zweitrangig zu sein, während das Abenteuer klar im Vordergrund stand. Nachdem noch in den frühen Morgenstunden ein Berufsfischer eiligst seine Netze im Obersee vor Altendorf kontrolliert und sich in eiliger Fahrt wieder nach Hause gemacht hatte, gesellten sich doch immer mehr Boote von Mitgliedern des SFV March vor Lachen zu einem Grüppchen zusammen. Sepps gehisste Flaggen standen dabei stramm im Wind, während sein zugeteilter Jungfischer Emil stets ein breites Grinsen im Gesicht hatte. Sein Bootsführer schien ihm eine sehr fängige Hegene herausgesucht zu haben. Langweilig wurde es wahrlich auch den anderen nie, so waren viele Anzeigen auf den Echoloten zu sehen, welche die Anwesenheit der Fische belegen konnten. Auch die Fangerfolge stellten sich sehr früh ein. Leider handelte es sich aber hauptsächlich um kleine Barsche und nicht viel grössere Felchen. Hier und da konnte aber auch mal eine Massige gefeumert werden. Alles in allem blieb der Erfolg aber sehr überschaubar, was historisch gesehen auch nicht unbedingt eine grosse Überraschung war. Herberts Fangstatistik, welche er über Jahrzehnte im Stile eines Schweizer Buchhalters minutiös genau geführt hatte, wies an sehr windigen und regenreichen Tagen stets sehr schlechte Beute aus. Erfreulich ist zu berichten, dass die Jungfischer insgesammt während dem Felchenfischen ausdauernder und auch erfolgreicher waren. Aber auch die gestandenen Fischer strichen bis auf ein paar wenige Ausnahmen die Segel nicht frühzeitig. Ganz nach dem Motto: Nur die Harten kommen in den Garten. Gegen Mittag machte das Wetter dann zum Glück noch etwas auf. Die wenigen durch die Wolkendecke dringenden Sonnenstrahlen wurden dankend empfangen und auch der Wind flachte etwas ab, ehe er kurz nach 1 Uhr nochmals so richtig aufdrehte und kaum einen Anker mehr am Seegrund halten liessen. Und so suchten auch die hartgesottensten Fischer eiligst einen sicheren Hafen auf.

Aufgrund dessen wurde der Apéro im Freien abgesagt und in die Bäckerei Steiner verlegt, wo erste Geschichten vom Tag ausgetauscht wurden. Auf das Wägen wurde verzichtet. Etwas mehr Zeit für Gemütlichkeit bot dann das Abendessen. Die Küche vom Landgasthof Mühlebach in Altendorf bereitete uns ein feines Menü mit wunderbaren Felchen Müllerinnen-Art zu. Ein wahrlicher Genuss!

Die erfolgreichsten Fischer:

Emil Schnyder Junior
Niki Züger

Mathias Jetzer
Finn Bickel
Julian Gräzer

Das genaue Gewicht konnte nicht erhoben werden.